Freitags-Füller

Vielleicht bringt mich Routine ja wieder zum regelmäßigen Bloggen. Here we go…

1.   Ich bin noch nich so richtig im August angekommen.

2.    Ich hab zum ersten Mal einen guten Freund allein gesehen, und wir hatten einen fantastischen Abend.

3.   Was macht eigentlich meine Beste heute?

4.   Die Deutschland-Trips zur Hochzeit meines Lieblings-Minions waren ziemlich teuer, aber das war es wert.

5.    Früher oder später komm ich aus dieser finanziellen Misere raus.

6.    Ich halt (noch?) nix von diesen neuen Instagram Stories .

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend, morgen habe ich ein bisschen feiern mit dem Work Husband geplant und Sonntag möchte ich mit meiner Süßen schwimmen gehen!

Prokrastination…

…ist wie so ne Sucht, ne? Ich WEISS, dass es mir besser geht, wenn ich die Übersetzung noch schnell Korrektur lese (vermutlich irgendwas zwischen 20 und 30 Minuten) und überarbeite. Aber ich kann mich absolut nicht dazu bewegen, mich nochmal auf das Dokument zu konzentrieren heute. Macht mich das fertig. Je später ich abgebe, desto später gibt’s natürlich das Geld. Nee, das motiviert mich auch nicht genug. Horror. Ich hoffe einfach, dass ich diese Zusatzprojekte bald nicht mehr nötig haben werde. Nach acht bis neun Stunden im Büro ist das einfach nicht lustig. Ich werd jetzt etwas lesen und dann ins Bett. Muss ich’s halt morgen Früh machen. Geht auch, selbst wenn’s mich ärgert. Wollte ich mal kurz loswerden.

Wir lesen uns.

Es ist wieder soweit!

Acht Jahre. Das muss ich erstmal verdauen.

Heute vor acht Jahren hab ich angefangen, zu bloggen. Weil ich einen Ort brauchte, an dem ich meine Gedanken loswerden konnte. Außerdem wollte ich Rückmeldung, mich austauschen. Wollte wissen, ob es anderen Menschen auch so geht wie mir oder ob ich die Einzige bin, die so viel Pech in der Liebe hat. So bin ich zunächst bei blog.de und später hier gelandet und ich bereue keine Sekunde.

Denn ich habe meine heute engsten Freunde durch das Bloggen kennengelernt. Da sag noch einer, das Internet ist nicht „echt“. Vielleicht heute weniger als damals, aber wenn man sich genug Mühe gibt, findet man auch heute noch die richtig echten Menschen online und kann sich austauschen. Sich dann persönlich kennenlernen, Beziehungen knüpfen, sich weiterentwickeln.

Leute, ich danke euch, dass ihr da seid. Ich bin glücklich über jeden alten und neuen Leser und freue mich auf mindestens weitere acht Jahre mit euch.

Wir lesen uns.

 

Felicitas

Jahresendstöckchen

1. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

2. Haare länger oder kürzer?
Länger.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich geblieben.

4. Mehr Kohle oder weniger?
Ein wenig mehr.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger. Und mehr.

6. Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. :/

7. Der hirnrissigste Plan?
Zu glauben, ich könnte einfach immer so eine Arbeitsbelastung durchstehen trotz Trauer und anderen Herausforderungen.

8. Die gefährlichste Unternehmung?
War ich etwa mal nicht gefährlich dieses Jahr?

9. Der beste Sex?
In den letzten Tagen. Vermutlich der letzte vor meinem Dreißigsten.

10. Die teuerste Anschaffung?
Planer und Zeugs für Planer.

11. Das leckerste Essen?
Hausgemachtes bei Freunden. Kartoffelsalat, Bohnensuppe, Nudelsalat…

12. Das beeindruckendste Buch?
Harry Potter. Ja, ich hab’s gewagt und bin Fan geworden.

13. Der ergreifendste tollste Film?
Keine Ahnung. Bin Serienjunkie gewesen dieses Jahr. Da definitiv Downton Abbey und Suits.

14. Das beste Album?
Das überraschendste: F.E.A.R. von Papa Roach. Ausgerechnet.

15. Das schönste Konzert?
Ich. War. Auf. Keinem. Konzert. Dieses. Jahr. Ich bin geschockt!

16. Die meiste Zeit verbracht mit?
Eva und Kollegen. In aller Regel auch wirklich schöne Zeit. 🙂

17. Die schönste Zeit verbracht mit?
Eva. Georg. Einem Kollegen.

18. Vorherrschendes Gefühl 2015?
Trauer.

19. 2015 zum ersten Mal getan?
Die englische Steuererklärung eingereicht.

20. 2015 nach langer Zeit wieder getan?
Ich fürchte, da muss ich Sex nennen. Traurig, wie bemerkenswert das ist.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Opas Tod. Zusätzliche Geldsorgen. Ständiges Einigeln.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass alles irgendwann gut wird.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Bedingungslose Freundschaft.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Da-Sein, als ich es am nötigsten brauchte. Und eine durchtelefonierte Nacht.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
I love you. In allen Variationen und von allen möglichen Leuten.

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
I love you. Nie romantisch, aber immer aus tiefstem Herzen.

27. 2015 war mit einem Wort?
Leben.

28. 2015 leider gar nicht getan?
Geliebt. (Übernommen vom letzten Jahr, irgendwie ziemlich traurig.)

29. Wort des Jahres?
Ausdruck: „Bloody hell.“

30. Stadt des Jahres?
London. Immer London.

31. Song des Jahres?
Goodbye My Lover.

32. Erkenntnis des Jahres?
Ich muss wieder unter Leute.

33. Beste Idee/Entscheidung des Jahres?
Leben.

Frau Träumers Jahresrückblick 2015

Mein berüchtigter Bridget Jones Rückblick, nur für euch:

Affären: eine?

•Beziehungen: keine

•verliebt: nicht

•entliebt: nein

Freunde verloren: keine

•Freunde gewonnen: 4 (meine Mitbewohnerinnen und zwei ganz besondere Kollegen)

•kg verloren: um die acht 🙂

•neue Errungenschaften: Planer. Sticker. Papier, viel Papier. Laminiergerät. Papierschneidegerät. Öhm. Ihr merkt schon, nix Großartiges.

•Jobs verloren: einen (ja, ohne Vorwarnung bei der Nachtschicht rausgeschmissen – aber wenn man drei Jobs hat, kann man einen schon mal abgeben…)

•neue Jobs: keinen und froh drum

Sex: immer noch zu wenig, aber intensiv…in dieser einen Woche

•Küsse: zu wenig, keinen einzigen wirklich guten; einige weitere auf Wangen…

•davon leidenschaftlich: schon irgendwie immer

•Umarmungen: einige, besonders von neuen Freunden

•davon innig: alle

•Bücher gelesen: 22 (Schande über mein Haupt!)

•Londonaufenthalte: Ich lebe in London. Wow. (Das lass ich von letztem Jahr so stehen!!!)

•Städte gesehen: Paderborn. Wesel. Brighton. Hove. Wieder nicht Paris.

•Drecksdiagnosen: keine (auch das lass ich einfach so stehen vom letzten Rückblick)

•Nachuntersuchungen: keine (aber schon mal angetriggert…)

•Hiobsbotschaften erhalten: genug. Mein Opa. 😦 So viel Trauer in mir, so unendlich viel Trauer.

•Frisur geändert: Sie wachsen weiter! Und ich hab regelmäßig meine Friseurin da.

•geweint: Unendlich viel. (!)

•davon aus Verzweiflung: Teilweise. Hauptsächlich aber Trauer. Kein Liebeskummer.

gelacht: zu wenig. Aber mit euch, deshalb so besonders.

•Rastlosigkeit: Was ist Rastlosigkeit?

•Zigaretten geraucht: Einige. Vor allem in den letzten Wochen.

•Seiten geschrieben: Einige wenige. Allerdings nichts, was Projekte voranbringen würde. Da will ich wieder hin.

WordPress beglückwünscht mich…

…zum Fünfjährigen! Das gibt’s ja nicht! Ich kriech hier schon fünf Jahre rum? Total irre.

Irgendwie unwirklich. Ich glaub, es war dieses Blog, das ich damals begonnen hab. Zusammen mit der *Website* über mein (momentan relativ brachliegendes) Autorinnendasein.

Wie immer ist die Zeit nur so dahingeflogen. Was die letzten Jahre alles passiert ist… 2010 war ich im Ländle, das weiß ich noch. Tolle Wohnung, sonst nicht so viel Tolles. 2011 wurde es schlimmer, 2012 kam der Krebs und danach ging es weiter steil bergab. Zunächst den Job verloren, dann Umzug. Es schien 2013 aufwärts zu gehen und für eine ganz kurze Zeit war ich glücklich. 54 Tage war ich ohne Rastlosigkeit unterwegs. Ja, das war so ein Wunder, dass ich mir das tatsächlich aufgeschrieben habe. Dann ging es allerdings gleich wieder los… Irgendwas musste sich ändern.

Dafür musste ich allerdings erst eine halbe Woche hier in London verbringen und meine Mutter verlieren. Letztes Jahr. Horror. Hat mich dann aber auch dazu gebracht – nachdem ich auch kurz vorm Tod meiner Mutter meinen Job in NRW verloren habe – endlich nach Hause, nach London zu ziehen. Seitdem geht’s mir besser. Nicht unbedingt finanziell, aber sonst in jeder Hinsicht. Obwohl es jetzt auch langsam geldlich aufwärts geht. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und so.

2015 hat sich jetzt auch nicht ständig von der besten Seite gezeigt, schließlich ist mein Opa gestorben. Das ist immer noch das Furchtbarste, das mir je passiert ist. Ich kann es nicht in Worte fassen und mir wird schwindlig, wenn ich länger drüber nachdenke. Also lass ich das im Moment einfach. Was 2015 mir aber auch gebracht hat, sind viele Glücksmomente. Mit Freunden. Bei der Arbeit. Die Selbstständigkeit fängt an zu laufen, die Arbeit im Pub macht großen Spaß. Ich bin Teil mehrerer wirklich toller Teams.

Was fehlt mir zu meinem Glück? Eine eigene Bude und ich glaube, ich meine damit auch richtig Eigentum. Das gehört für mich irgendwie zur Altersvorsorge. Dafür brauch ich aber sicher nochmal fünf Jahre, bis ich ernsthaft an die Finanzierung von Eigentum denken kann. Naja. Dann würde noch ein Mann fehlen. Ich kann sehr gut alleine und bin glücklich (!), aber ein Mann wäre schon schön als Kirsche auf dem Sahnehäubchen London.

Fünf Jahre WordPress, fünf Jahre (oder mehr?) Felicitas Träumer. Fünf Jahre Lebenserfahrung, die mich in mancherlei Hinsicht älter machen als meine fast 30 Jahre auf dieser Erde. Ich freu mich auf die nächsten fünf Jahre mit euch. Und die nächsten 30.

Wir lesen uns.